Ein Hoch auf alle Geschwisterkinder

Ein Hoch auf alle Geschwisterkinder

Heute ist internationaler Tag der Geschwister! Er wurde 1997 von der US-Amerikanerin Claudia Evart in Andenken an ihre Geschwister ins Leben gerufen, die sie beide bei Autounfällen verloren hatte. Als Datum wählte sie den Geburtstag ihrer verunglückten Schwester Lisette – um sie und ihren Bruder zu feiern und allen Geschwisterkindern einen Ehrentag zu schenken. Denn Geschwister sind etwas ganz Wunderbares – man lernt von ihnen, lacht mit ihnen, streitet mit ihnen… Und: Sie sind immer da, egal ob nah oder fern, im Kinderzimmer nebenan, beim Zähneputzen oder… im Herzen!

Wenn jemand aus der Familie erkrankt

Gerade dann, wenn ein Familienmitglied schwer erkrankt, zeigt sich, wie stark das Band zwischen Geschwistern ist. Gleichzeitig rutschen diese Kinder dann leicht in den Hintergrund. Sie müssen funktionieren, mitlaufen, aushalten. Denn vieles im Alltag dreht sich plötzlich um die Krankheit, Tagesabläufe werden darauf abgestimmt und die Gefühlswelt von allen gerät schneller aus der Bahn. Dabei gebührt Geschwisterkindern in Familien ebenso viel Aufmerksamkeit und eine unbeschwerte Kindheit. Und mit diesem Anliegen stehen sie für uns mit im Fokus unserer täglichen Arbeit!

Teilhabeorientierte Nachsorge für unsere Geschwisterkinder

Eine sorglose Zeit: Die wollen wir betroffenen Geschwisterkindern mit den Angeboten unserer Teilhabeorientierten Nachsorge ermöglichen. Und obwohl aufgrund der schwierigen Situation gerade vieles pausieren muss, sind wir dennoch weiterhin kreativ. 2021 konnten wir bereits viele Angebote für unsere Geschwisterkinder digital umsetzen. Dazu zählen die »Lockdown Lesestunden«, die jeden Freitag gelesen werden, der »Online Zauberkurs« mit Herrn von Grafenstein, die »LEGO Online Play Session« und das »Puppentheater Welsch«, als auch unser wöchentlicher »Ideenletter« für die gesamte Familie.

Es wäre uns natürlich viel lieber, mit den Geschwisterkindern wie sonst üblich einen kreativen und erlebnisorientierten Tag zu gestalten, und uns für eine unbeschwerte Zeit gemeinsam in der Gruppe mit ihnen zu treffen. Denn es ist unser größtes Anliegen, weiterhin alle Familienmitglieder mittels unterschiedlichster Angebote zu stärken und präventiv zu unterstützen, damit sie trotz der Herausforderung eine schöne Zeit erleben können. Darum bleiben wir weiter für sie dran und freuen uns immer über Anregungen von außen, wie unsere Angebote in der Corona-Pandemie aussehen könnten.

Es ist toll, Geschwister zu haben!

Und weil wir so viele wunderbare Geschwisterkinder begleiten, haben wir bei ein paar von ihnen anlässlich des heutigen Tages einmal genauer nachgefragt, wie es ist, sich gegenseitig zu haben!

 

Familie M.* – Leo und Felix

Leo und Felix, warum findet ihr es gut, dass ihr den anderen haben?

Leo: „Es ist einem nie langweilig, man hat immer jemand zum Spielen, dass ist echt schön. Und, man hat immer jemanden, der einem hilft.“

Felix: „Alles macht man miteinander, nie ist man allein, ich kann Leo als Freund bezeichnen. Man gibt einander Ratschläge und bekommt auch immer welche, und wenn es nur ums Kochen geht.“

Was ist manchmal nicht so gut, wenn man einen Bruder hat?

Leo: „Das Ärgern ist nicht toll!“

Felix: „Es ist bisschen nervig, einen kleinen Bruder zu haben, der ist manchmal eine Klette, aber nicht so schlimm… Eigentlich gibt es nicht so viele Nachteile. Die gibt es bestimmt, aber wir denken nicht drüber nach.“

Was verbindet euch als Geschwister?

Beide: „Eishockey, wir spielen beide und zusammen.“

Leo: „Felix leiht sich oft meine Kleider, wir machen viel miteinander und haben viel Spaß zusammen, und Streit stärkt ja auch.“

Felix: „Geschwister sein (😉)“

Und wie findet ihr die Angebote der Teilhabeorientierten Nachsorge?

Beide: „Coole Ereignisse in der Teilhabe und tolle Erinnerungen!“

 

Familie F. – B. und M.

Warum findet ihr es gut, eure Geschwister zu haben?

B.: „Ich finde es toll, mit meinem Bruder zusammen Fußball zu spielen, wenn mein Papa keine Zeit hat. Ich spiele auch gerne gemeinsam mit meinem Bruder gegen den Papa Fußball. Mit meiner Schwester spiele ich gerne Brettspiele z. B. „Fang den Hut“, und ich finde es toll, wenn ich mit ihr kuscheln kann. Obwohl ich meinen Bruder manchmal ärgere, kann ich auch Quatsch mit ihm machen.“

M.: „Ich spiele sehr gerne mit meinem Bruder z. B. LEGO Technik oder wir spielen draußen zusammen im Garten. Mit meiner Schwester höre ich viel Musik oder ein Hörspiel und mit meinem Bruder spiele ich Fußball. Mit meinem Bruder darf ich in den Ferien gemeinsam in einem Bett schlafen.“

Was ist manchmal nicht so gut, wenn man Geschwister hat?

B.: „Manchmal ärgert mich mein Bruder und das mag ich nicht so gerne.“

M.: „Manchmal stört es mich, wenn mich mein Bruder provoziert und wir streiten darüber, was wir spielen. Ich habe manchmal eine andere Idee.“

Und wie findet ihr die Angebote der Teilhabeorientierten Nachsorge?

B.: „Es hat immer alles Spaß gemacht. Besonders Spaß gemacht hat mir der Tag in der Kinderkunstwerkstatt. Mein Bruder war damals nicht dabei und ich würde das gerne mit meinem Bruder machen.“

M.: „Die Angebote haben mir bisher immer gefallen.“

 

Allen Geschwisterkindern auf dieser Welt wünschen wir heute einen schönen Tag – wir hoffen, ihr könnt ihn alle mit euren Brüdern und Schwestern verbringen!

Lieben Dank auch an unsere Geschwisterkinder für die kleinen Interviews 😊

 

*Name verändert

Kontakt

Wenn Sie Fragen haben , zögern Sie bitte nicht uns zu kontaktieren.

Nicht lesbar? Text ändern? captcha txt

Suchen

NikolettaBetreute Familie der Stiftung AKM