Ein Klinikplatz für Toma aus Mariupol

Dringende medizinische Versorgung für schwerkrankes Mädchen sichergestellt

Über die Angehörige eines langjährigen Unterstützers erreichte uns vor kurzem die Bitte, einem ukrainischen Mädchen zu helfen, das dringend medizinisch versorgt werden muss. Bei Toma, 7 Jahre aus Mariupol, wurde im September 2021 ein Hirntumor diagnostiziert. Seither hat sie bereits eine Bestrahlung sowie zwei Chemotherapien hinter sich.

Flucht aus dem Kriegsgebiet mithilfe eines kleinen Netzwerks

Zeitgleich mit Kriegsbeginn ging es Toma zunehmend schlechter. Sie wurde reanimiert, eine Notoperation folgte. Und es stellte sich heraus, dass Toma im Laufe ihrer Therapien eine coronabedingte Lungenentzündung bekommen hatte. Das Virus hatte ihrem sowieso schon geschwächten Immunsystem zusätzlich stark geschadet. Das alles geschah, während ihre Heimatstadt Mariupol bombardiert wurde. Im Keller des Krankenhauses harrte sie mit ihrer Mutter Natalia unter schwierigsten Bedingungen einige Tage aus, bevor ihnen die Flucht mit vielen Hürden über die Stadt Zaparozje und aus der Ukraine heraus gelang.

Es fand sich eine private Mitfahrgelegenheit mit einer anderen Familie über Moldawien und Rumänien bis nach Deutschland für die beiden. Diese koordinierte unser Netzwerkpartner Guttat. Ein Transport, der womöglich Tomas Leben rettete. Denn ihr fehlte seit Tagen eine ausreichende Versorgung mit Medikamenten.

Ein Klinikplatz für Toma dank guter Vernetzung

Dank unseres großen Ärzte-Netzwerkes und der Unterstützung von PD Dr. Irene Teichert-von Lüttichau, Oberärztin und Leiterin des Schwerpunkts Onkologie der München Klinik Schwabing (Technische Universität München), konnten wir für Toma in der Zwischenzeit einen Klinik-Platz im Universitätsklinikum in Augsburg bei Prof. Dr. Dr. Frühwald ausfindig machen. Dort wird sie seit Mitte März rund um die Uhr betreut, es geht ihr den Umständen entsprechend gut. Ihre Mama Natalia ist immer an ihrer Seite.

Wir wünschen den beiden auf ihrem Weg nur das allerbeste – und dass sich Toma von den schweren Strapazen und der Lungenentzündung schnellstmöglich erholen kann. Wir sind in Gedanken bei den beiden, und danken allen beteiligten Ärzt*innen und Netzwerkpartnern, die die schnelle Versorgung Tomas‘ ermöglicht haben!

 

#gemeinsamhelfengrenzenlos

Bildmaterial © save_toma

Kontakt

Wenn Sie Fragen haben , zögern Sie bitte nicht uns zu kontaktieren.

Suchen

Johanna NeuhannBabyhände Angehörigenberatung