Tag der offenen Tür 2017
im Rahmen des
Münchner Stiftungsfrühling

Die Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München-AKM öffnet am 29. März seine Türen für die Öffentlichkeit. An diesem Tag stehen Ehrenamtliche, Hauptamtliche und sogar Botschafter der Stiftung allen Interessierten für Rede und Antwort zur Verfügung.  Im Anschluss findet ein Informationsabend zum Thema Ehrenamt statt.

München/Neuhausen. Im Rahmen des Münchner Stiftungsfrühlings lädt die Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München am 29. März in ihre Räume in der Blutenburgstraße 64-66 zum Informationsnachmittag von 14 bis 18 Uhr ein. Interessierte haben die Gelegenheit, sich ausführlich über die Arbeit der Stiftung zu informieren und deren Räumlichkeiten zu besichtigen. Psychologen, Traumatherapeuten, Sozialpädagogen, Kinderkrankenschwestern, Palliativfachkräfte sowie Ehrenamtliche stehen für Gespräche zur Verfügung. Außerdem wird der AKM-Sportbotschafter Tom Lamest dem Infonachmittag einen Besuch abstatten. „Laufen ist mein Leben. Doch irgendwann reichte mir das reine Laufen nicht mehr und ich wollte parallel dazu etwas Gutes tun. Da ich selber Vater von zwei gesunden Töchtern bin, war und ist es für mich immer noch eine große Herzensangelegenheit anderen Familien die ein schwerkrankes Kind zu Hause haben, zu helfen“, erzählt Tom. Er setzt sich bereits seit vielen Monaten für das Kinderhospiz ein.

Anschließend findet dann in denselben Räumlichkeiten ein Informationsabend zum Thema Ehrenamt statt.
Unsere Leitung des Ehrenamts, Annette Lenz wird zusammen mit Kollegen einen Einblick in die verschiedenen ehrenamtlichen Tätigkeiten geben. Die Stiftung benötigt stets in den Bereichen Krisendienst Ruf24, Familienbegleitung und Öffentlichkeitsarbeit ehrenamtliche Helfer. Auch hier freuen wir uns sehr auf zahlreiche Interessenten, denn ohne unser Ehrenamt könnten wir unsere Arbeit mit den vielen Angeboten in dem Umfang nicht leisten.

Als Beratungs- und Betreuungszentrum für Krisenintervention und ambulante Nachsorge ist die Stiftung-AKM in ganz Bayern Anlaufstelle für Familien mit lebensbedrohlich schwersterkrankten Kindern und Jugendlichen. Das AKM betreut immer die gesamte Familie, denn alle Familienmitglieder benötigen Hilfe. Alleine 2016 haben wir 275 betroffene Familien umfassend betreut und begleitet, dies waren rund 30 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Bei mehr als der Hälfte der betreuten Familien ist eine ehrenamtliche Familienbegleitung eingesetzt. Die Familienbegleiter/innen bilden wir alle selber aus, die Schulung dauert etwa ein halbes Jahr.  Jede/r Ehrenamtliche steht im engen Kontakt mit einem Hauptamtlichen und wird von uns nie alleine gelassen. Denn uns ist besonders wichtig, dass unser Ehrenamt lange bleibt und nicht ausbrennt oder überfordert ist.

Der Dienst ist für die Familien kostenfrei. Die professionelle Arbeit der Stiftung-AKM ist nur durch Spenden und ehrenamtliches Engagement möglich. Die multiprofessionelle Betreuung einer betroffenen Familie ist im Jahr mit ca. €6.500 zu berechnen. Hier kommen monatlich anfallende Grundkosten wie Büromiete sowie Gehälter der hauptamtlichen Koordinatorinnen, Palliativfachkräfte und Therapeuten hinzu. Auch für den psycho-sozialen Dienst, den eigenen Krisendienst RUF24, die gesamte Ausbildung der Ehrenamtlichen, sowie die sehr wichtige Geschwister- und Elternarbeit erhält die Stiftung keine staatlichen Gelder. Lediglich die Krankenkassen zahlen gesetzlich vorgeschriebene Leistungen, die jedoch weniger als etwa 25% der Kosten decken, dies wird sich auch in ferner Zukunft nicht ändern.  Somit ist und bleibt ein Großteil der Ausgaben, nämlich rund 75%  über Spenden finanziert. Die Stiftung AKM muss derzeit jährlich über €1000.000 an Spenden einnehmen.

Unser Ziel für diesen Tag ist es mehr Menschen für diese tolle Arbeit gewinnen zu können. Ob als Spender, Ehrenamtlicher oder Kooperationspartner, wir freuen uns über jede helfende Hand.

Unser Wunsch für diesen Tag ist es den Fokus dieser Arbeit in der Gesellschaft auf das Leben und nicht den Tod zu lenken. Denn diese Familien wollen nicht am Rande der Gesellschaft stehen, sondern wünschen sich mehr Inklusion und Teilhabe. Das Leben steht vor dem Tod, auch bei unseren Familien. Und eines steht fest, jeder kann im Leben einen Schicksalsschlag erleiden. Verständnis und Rücksicht zu zeigen sind gerade dann unabdingbar.  Helfen auch Sie mir diese Familien mehr ins Licht zu rücken, und sie nicht im Schatten der Mehrheit verschwinden zu lassen.

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