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9. April 2026

„Kinder wollen ihren kranken Geschwistern eine Freude machen“

Zum Tag der Geschwister am 10. April rücken wir die kleinen Held*innen in den Mittelpunkt

9. April 2026

„Kinder wollen ihren kranken Geschwistern eine Freude machen“

Zum Tag der Geschwister am 10. April rücken wir die kleinen Held*innen in den Mittelpunkt

Geschwister von schwerstkranken Kindern tragen oft eine besondere Last – sie erleben Krankheit, Verlust und Abschied intensiv mit, und doch bleiben ihre Gefühle im Alltag häufig leise und im Hintergrund. In der Begleitung der Stiftung AKM steht immer die gesamte Familie im Mittelpunkt. Zum Tag der Geschwister möchten wir jedoch ganz bewusst jene Kinder sichtbar machen, deren Sorgen, Stärke und stille Trauer so oft übersehen werden.

Ist ein Kind schwer erkrankt, wird der Alltag für die gesamte Familie auf den Kopf gestellt. Geschwister verbringen viel Zeit bei Verwandten oder Freund*innen, passen sich an neue Abläufe an und stellen ihre eigenen Bedürfnisse oft zurück.
„Geschwister erleben Krankheit und Verlust sehr intensiv – aber oft im Stillen“, sagt Sophia Schumm, Sozialpädagogin und Kinderhospizfachkraft im Zentrum Niederbayern der Stiftung AKM. „Viele Kinder versuchen, ihre Eltern zu entlasten. Sie funktionieren im Alltag – obwohl sie selbst mit Angst, Trauer und vielen Fragen umgehen müssen“, ergänzt sie.

Gleichzeitig wünschen sich viele Kinder, trotz der schwierigen Situation nah am kranken Bruder oder der Schwester zu bleiben – mit kleinen Gesten, Zeichnungen oder Geschichten aus ihrem Alltag. „Kinder wollen ihren kranken Geschwistern oft einfach eine Freude machen“, berichten unsere Fachkräfte aus den betroffenen Familien.

Trauer hinterlässt Spuren

„Wenn ein Kind stirbt, verlieren Geschwister nicht nur einen Bruder oder eine Schwester“, erklärt Sophia Schumm. „Sie verlieren einen Spielpartner, einen Vertrauten, manchmal auch einen Rivalen. Gleichzeitig verändert sich das gesamte Familiengefüge.“ Zurück bleiben oft Unsicherheiten. Viele Kinder berichten, dass sie nicht wissen, ob sie den Namen ihres Bruders oder ihrer Schwester noch aussprechen dürfen. „Dabei wünschen sich die meisten Familien genau das Gegenteil: dass ihr verstorbenes Kind weiterhin einen Platz im Alltag hat“, so Sophia Schumm.

Begleitung, die entlastet

Die Stiftung AKM begleitet Familien mit schwerstkranken Kindern auch über den Tod hinaus. Ein wichtiger Baustein sind Teilhabeangebote für Geschwisterkinder, in denen sie sich mit anderen Betroffenen austauschen können.

Auch Schulen und Kindergärten spielen eine zentrale Rolle. „Gerade im schulischen Umfeld verbringen Kinder einen großen Teil ihres Tages“, sagt Brigitte Schratzenstaller, Sozialpädagogin und Therapeutische Begleitung im Zentrum Niederbayern. „Wenn dort Verständnis entsteht, kann das für Geschwisterkinder eine große Entlastung sein.“

Werden Sie Geschwisterpat*in

Um ein Geschwisterkind über ein Jahr hinweg multiprofessionell betreuen zu können, fallen für uns durchschnittlich Kosten in Höhe von rund 1.500 Euro an. Das sind 125 Euro im Monat und zirka 5 Euro am Tag. Werden Sie Geschwisterpat*in – für einen Tag, einen Monat oder ein ganzes Jahr und schenken Sie Geschwisterkindern Kraft und Augenblicke für sich. Mehr dazu hier.

Kathrin Lanker

Geschrieben von:
KATHRIN LANKER

Öffentlichkeitsarbeit Zentrum Niederbayern

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