Haus ANNA

Kindertages – und Nachthospiz mit Familienappartements

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Mit dem (teil)stationären Kinderhospiz Haus ANNA möchte die Stiftung die Lücke zwischen ambulant und vollstationär schließen. Während vollstationäre Einrichtungen eine vorübergehende Alternative zur ambulanten Versorgung darstellen und Familien vom Alltag entlasten, sind teilstationäre Angebote immer komplementär entlastend im Alltag. Somit unterstützt der teilstationäre Bereich die Eltern darin, im Alltag zurecht zu kommen.

Durch die (teil)stationären Häuser stützt die Stiftung AKM das ambulante System. Haus ANNA ergänzt die vier bestehenden ambulanten Versorgungszentren der Stiftung AKM im Großraum München, Südwest-/Südostoberbayern und Niederbayern mit einem direkt angebundenen kinderhospizlichen Angebot im teilstationären Bereich.

Das Kloster Polling, in dem sich seit 2002 das „Hospiz Pfaffenwinkel“ befindet. Hier soll Haus ANNA für die Region Südwestoberbayern entstehen.

Leistungen Haus ANNA (teil)stationär

Die Kindertages- und Nachthospize Haus ANNA…

  • …sind als regelmäßige oder akute Entlastungsangebote im Alltag gedacht, ergänzend zur ambulanten Versorgung. (Sie unterscheiden sich somit von vollstationären Kinderhospizen als wochenweise vollstationäre Erholungsorte bzw. Entlastung vom Alltag.)
  • …bieten neben professioneller pflegerischer Versorgung der jungen Patienten auch eine intensive Förderung durch Psychologen, Sozialpädagogen, Erzieher, Heilpädagogen, Therapeuten (Tier-, Kunst-, Musiktherapie) und Lehrer an – je nach Verordnung, Bedarf und gesundheitlichem Zustand.
  • …bieten (palliativ-) medizinische Betreuung durch den vertrauten behandelnden Arzt vor Ort oder/und durch das zuständige Palliativteam (SAPV kommt in die Einrichtung).
  • …erleichtern Eltern den Wiedereinstieg in den Beruf (Vereinbarkeit von Pflege und Beruf).
  • …können durch großzügiges Raumangebot und die 1:1-Betreuung auch zu Pandemiezeiten oder bei resistenten Keimen genutzt werden.
  • …umfassen jeweils acht Einzelpatientenzimmer.
  • …werden durch ein vollstationäres Kinderhospizangebot in Form zweier Familienappartements ergänzt. Diese Appartements können von der ganzen Familie genutzt werden, entweder als vorübergehende Überbrückung im Alltag (z.B. im Falle von Renovierungsarbeiten in der Wohnung) oder über längere Zeit hinweg (z.B. in der Finalphase, wenn eine Versorgung zu Hause nicht mehr möglich ist).

…umfassen inklusive sämtlicher Gemeinschafts-, Funktions- und Therapiebereiche in jeder Einrichtung netto jeweils rund 1.500 Quadratmeter.

Kind im Rollstuhl im Park
Fotos privat / Mathias Brandstätter

Wer war Anna?

Anna war ein besonderes Mädchen. Sie war von frühester Kindheit an sehr krank. Es war klar, dass sie mit dieser Erkrankung nicht alt werden würde. Aber sie war unendlich stark und tapfer und hat dem Tod mehrmals erfolgreich die Stirn gezeigt. Eigentlich sollte sie maximal acht Jahre alt werden, aber da hatte man nicht mit Anna gewettet. Anna wurde 18 Jahre alt.

Sie hat uns allen, die wir in der Bayerischen und Deutschen Hospiz- und Palliativszene tätig sind, starken Aufwind gegeben, uns vehement für die Interessen, Nöte und Wünsche der betroffenen Familien einzusetzen.

Anna hat in ihrem kurzen Leben sehr viel bewegt und bewirkt.

Anna war auch Triebfeder für die (teil)stationäre Planung der Stiftung AKM.

Sie wollte mit der Volljährigkeit gerne von zu Hause ausziehen und hätte gerne unser Modul Junges Wohnen genutzt. Leider konnten wir ihr diesen Wunsch nicht erfüllen, aber wir haben ihr und ihren Eltern fest versprochen, dass Haus ANNA mit all seinen Modulen wirklich gebaut und mit viel Leben gefüllt wird. Dafür werden wir uns mit aller Kraft einsetzen.

Da Anna das alles nicht mehr erleben kann, möchten wir unsere Häuser nach ihr benennen, in Gedenken an sie und als große Verneigung vor ihrer enormen Lebensleistung und ihrer großen Tapferkeit und Stärke, für die sie stellvertretend für alle unsere Patienten steht.

„Wenn Kinder unheilbar erkranken, ändert sich das Leben der gesamten Familie – von einem Moment zum anderen. In dieser Situation brauchen die betroffenen Familien eine liebevolle Betreuung und ein Umfeld, das ihnen in Momenten der Trauer und Verzweiflung beisteht.

Die Stiftung AKM hat bereits herausragende Unterstützungsangebote für betroffene Kinder und ihre Familien. Nun möchten Sie mit dem Projekt „Haus ANNA“ die nächsten Schritte in Richtung „teilstationäre Tages- und Nachthospize“ gehen. Ich freue mich, Sie als Staatsminister für Gesundheit und Pflege aber auch ganz persönlich als Familienvater begleiten und nach Möglichkeit unterstützen zu dürfen.

Es ist mir ein persönliches Anliegen, dass wir als Gesellschaft nicht wegschauen, sondern auf die betroffenen Familien zugehen und ihnen so gut wie möglich zur Seite stehen. Dazu ist noch weitere Sensibilisierungs- und Aufklärungsarbeit nötig und genau hier sehe ich meine Aufgabe als Staatsminister für Gesundheit und Pflege.“

  • Klaus Holetschek MdL
    Klaus Holetschek MdL Bayerischer Staatsminister für Gesundheit und Pflege, Botschafter Haus ANNA

    ©Andi Frank

Schematisches Modulsystem von Haus ANNA

Das ineinandergreifende Modulsystem

Haus ANNA besteht aus drei Modulen:

  1. (Teil)stationäres Kindertages- und Nachthospiz für Kinder und Jugendliche, also regelmäßige Betreuung der jungen Patienten tagsüber, bei Bedarf spontan auch stundenweise, sowie regelmäßig nachts und über das Wochenende. Zudem ein vollstationäres Kinderhospizangebot in zwei Familienappartements zur Betreuung der ganzen Familie in besonderen Situationen.
  2. Zentrum für ambulante Versorgung: Pflegeberatung und Fachberatung für pflegende Angehörige, sozialmedizinische und teilhabeorientierte Nachsorge, ambulante Kinderhospizarbeit mit ständiger Erreichbarkeit und Einsatzbereitschaft durch 24h/365Tage Krisenintervention (RUF24).
  3. Junges Wohnen in WGs (noch in Konzeptionierung).

Zielgruppe Haus ANNA (teil)stationär

Zielgruppe von Haus ANNA (teil)stationär sind alle Familien, betroffen von einer lebensbedrohlichen und möglicherweise lebensverkürzenden Schwersterkrankung eines Neugeborenen, Säuglings, Kleinkindes, Kindes, Jugendlichen oder jungen Erwachsenen.

Standorte Haus ANNA

Alle Häuser sind immer im Zusammenspiel mit der ambulanten Kinderhospizarbeit zu verstehen. Daher befinden sie sich immer in der direkten Nachbarschaft oder in der näheren Umgebung eines ambulanten Versorgungszentrums bzw. der häuslichen Umgebung der Familie (max. 1h Fahrzeit). Eine Übersicht:

Haus ANNA Eichendorf

Haus ANNA (teil)stationär Niederbayern wird in der Marktgemeinde Eichendorf gebaut. Der Spatenstich ist am 30. November 2021 erfolgt. Die Eröffnung ist für Sommer 2023 geplant.

Haus ANNA Polling

Haus ANNA (teil)stationär soll für die Region Südwestoberbayern auf dem Klostergelände in Polling im Landkreis Weilheim-Schongau entstehen. Hier soll das bestehende, von dem „Hospizverein im Pfaffenwinkel e.V.“ betriebene Erwachsenenhospiz erweitert und in dem gemeinsamen Gebäude gleichzeitig das teilstationäre Kinderhospiz errichtet werden. Das Hospiz Pfaffenwinkel besteht seit 2002 im Kloster Polling.

Haus ANNA München

Das für München und die Landkreise München und Fürstenfeldbruck nächstgelegene Haus ANNA (teil)stationär wird in München Obermenzing in der Verdistraße entstehen.

Haus ANNA Südostoberbayern

Hier läuft aktuell noch die Suche nach einem geeigneten Grundstück.

Hier erste Bilder der Baustelle in Eichendorf (Stand Ende November 2021)

Baustelle Haus ANNA in Eichendorf
Fundament Haus ANNA in Eichendorf
Baustellen-Fahrzeuge Haus ANNA in Eichendorf

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  • Simone Kraus
    Simone Kraus Projektmanagerin Haus ANNA
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