21. September 2026
Halt in schwierigen Zeiten
Basisschulung zum Thema Spiritual Care startet – Wichtige Ressource für Familien und Mitarbeitende
Mitte August fiel in der Stiftung AKM der Startschuss für das neue Weiterbildungsformat zum Thema Spiritual Care. Sechs Mitarbeiterinnen aus unterschiedlichen Bereichen der Stiftung – darunter Sozialmedizinische Nachsorge, Angehörigenberatung, Ambulante Kinderhospizarbeit, Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising – kamen trotz hochsommerlicher Temperaturen zum Auftakt zusammen. Schnell zeigte sich, wie bereichernd der multiprofessionelle Austausch ist: Die unterschiedlichen Perspektiven, Erfahrungen und Zugänge zum Thema – von ersten Berührungspunkten bis hin zu langjähriger Expertise – eröffneten wertvolle neue Blickwinkel.
Die rund dreieinhalbstündige Schulung verbindet theoretische Grundlagen mit dem Austausch persönlicher Erfahrungen und der gemeinsamen Entwicklung praxisnaher Impulse. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Spiritual Care im Arbeitsalltag Raum finden kann – als unterstützendes Angebot und nicht als Verpflichtung.
Grundlegende Anliegen sind daher, sichtbar zu machen, was schon gelebt wird, Fragen aufzugreifen und den Familien und uns Mitarbeitenden neue Perspektiven auf die oft im Sprachlosen verbleibende Dimension der Spiritualität zu eröffnen. Denn angesichts der vielen existenziellen Fragen, mit denen unsere Familien konfrontiert sind, gehört zu unserer Begleitung auch die gemeinsame Suche nach dem, was in schwierigen Zeiten Halt und Orientierung geben kann, auch auf der Ebene von Spiritualität, Glaube und Religion. Dies betrifft sowohl die Familien selbst als auch die Mitarbeitenden der Stiftung in ihrer täglichen Begleitung.
Besonders innovativ ist, dass die Geschäftsführung der Stiftung AKM dabei Erkenntnisse aus dem in Deutschland noch vergleichsweise jungen Forschungs- und Ausbildungsfeld „Spiritual Care“ aufgreift. Mit Lydia Maidl, Bereichsleiterin Fort- und Weiterbildung, verfügt die Stiftung über eine ausgewiesene Expertin, die sich seit mehr als zehn Jahren durch eigene Forschung sowie zahlreiche Fort- und Weiterbildungsangebote intensiv mit diesem Thema beschäftigt.
Die Basisschulungen, die sie im Laufe des kommenden Jahres für alle Mitarbeitenden anbietet, vermitteln grundlegendes Wissen über die vielfältigen Fragestellungen von „Spiritual Care“ – und ermöglichen einen Austausch über die besondere Weise ihrer Präsenz in unserer Arbeit, sowohl mit Blick auf die Begleitung der Familien als auch auf die eigene Selbstfürsorge.
Das Fazit der Teilnehmenden der ersten Schulung fiel ausnahmslos positiv und wertschätzend aus. Besonders wertvoll wurde der Austausch zwischen den familiennahen Diensten und den Mitarbeitenden aus den fördernden Bereichen empfunden. Zwar stehen letztere nicht täglich in direktem Kontakt mit den Familien, sind aber dennoch eng mit deren Schicksalen und den Herausforderungen der Stiftungsarbeit verbunden.
Fragen wie „Welchen Platz hat Spiritual Care in meinem Berufsalltag?“, „Wie verbunden fühle ich mich mit meinen Mitmenschen, meiner Umwelt und meinen Kolleginnen und Kollegen?“ oder „Was hilft mir, wenn belastende Situationen zu viel Raum einnehmen?“ fanden in der Schulung ihren Platz.
„In unserer Tätigkeit sind das Verständnis von Spiritualität und der Zugang zu ihr, sowohl zur Spiritualität anderer Menschen als auch zur eigenen, von großer Bedeutung. Spiritualität ist eine wichtige Grundlage und kann dabei helfen, Überforderung vorzubeugen“, so Stifterin Christine Bronner.
Lydia Maidl unterstreicht: „Von Anfang an habe ich von verschiedenen Kolleg*innen gehört, dass sie ihre Arbeit ohne diese Dimension nicht tun können. Es ist ein zukunftsweisender Schritt im Feld der Kinderhospizarbeit, dass wir miteinander zu diesen Erfahrungen ins Gespräch kommen dürfen.“

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