Transparenz – Unsere Zahlen

Transparenz ist uns wichtig und im gemeinnützigen Bereich unabdingbar.

Erfahren Sie hier, wie viel von Ihrer Spende bei den betroffenen Familien ankommt. Wo geht das Geld hin? Wo kommt das Geld her? Fragen, die hier beantwortet werden.

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„Nicht aufgeben – das ist die Devise von Christine Bronner und ihrem ebenso engagierten wie kompetenten Team. Ihre Arbeit ist von unschätzbarem Wert um schwerstkranken Kindern ein erfülltes Leben zu ermöglichen und ihren Eltern im schwierigen Alltag zur Seite zu stehen. Nicht aufgeben – das klappt nur wenn man nicht alleine steht. Deshalb ist es für mich eine Herzensangelegenheit das AKM unterstützen zu dürfen.“

Margarete Bause,
Diplom Soziologin und Abgeordnete im Bundestag, Bündnis 90/Die Grünen

Zahlen zu den betroffenen Familien

Immer mehr betroffene Familien nehmen die Leistungen der Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München in Anspruch. Die Zahl der von uns betreuten Familien ist 2020 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und lag bei insgesamt 486 Familien. Dabei muss immer beachtet werden, dass die von uns betreuten Familien meistens mehrere (ca. 2-3) Leistungen im Laufe der Betreuung in Anspruch genommen haben und von verschiedenen Bereichen betreut worden sind. So hat eine Familie z.B. zu Beginn der Betreuung nur den Bereich Kinderhospizarbeit (familienbegleitender Kinderhospizdienst) benötigt. Später kam dann die Angehörigenberatung hinzu und auch noch eine psychologische Unterstützung für die Mutter. Somit waren in diesem Fall gleich drei unterschiedliche Bereiche in die Betreuung und Begleitung einer Familie involviert. 

Der Bedarf der Zielgruppe und somit der betroffenen Familien in Bayern ist weiterhin groß und unser Ziel ist es, noch bekannter zu werden, um noch mehr Familien helfen zu können. Gerade die Versorgungszentren in den Regionen Südwest- und Südostoberbayern sowie Niederbayern sollen hierbei direkte Hilfe vor Ort schaffen, um die Versorgung für die Betroffenen in den ländlichen Bereichen vollständig abzudecken.

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Wo fließt das Geld hin?

Im Laufe der Jahre hat sich die Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München zu einem großen Versorgungszentrum in Bayern entwickelt. Auch die regionalen Zentren werden sehr gut angenommen und versorgen bereits viele Familien in den Regionen. Um diese tägliche Hilfe leisten und realisieren zu können, wurden die Ausgaben auch im vergangenen Jahr direkt in die Familienförderung und Projektarbeit investiert. Um dies realistisch abzubilden, wurden in den entsprechenden Grafiken die Bereiche Verwaltung sowie Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising anteilig prozentual auf die einzelnen operativen Leistungsangebote für die Familien verteilt, entsprechend der realen Aufgaben, die sie für diese Angebote erfüllen (Projektförderung, Öffentlichkeitsarbeit, etc.). 

Diese zweckgebundene Verwendung spiegelt sich im Einsatz der finanziellen Mittel wider: Mit 99% floss der größte Teil des Geldes in den ideellen Bereich der Stiftung, der den satzungskonformen Einsatz der Spenden widerspiegelt. Alles, was hier an Mitteln eingesetzt wird, steht in direktem Zusammenhang mit der Satzung der Stiftung AKM. Die übrigen 1% stellen den wirtschaftlichen Bereich dar (z.B. Vermietung, anteilig Steuerberaterkosten o.ä.).

Sieht man sich nun den ideellen Bereich in seiner Zusammensetzung genauer an, findet man hier neben der Familien- und Projektarbeit (72%) insbesondere die Verwaltung (13%) und den Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising (15%). Gerade im vergangenen Jahr war es wichtiger denn je, auf die Arbeit der Stiftung aufmerksam zu machen und unsere Systemrelevanz im Gesundheitssystem hervorzuheben, unter anderem auch als Teil der Rettungskette durch unser Kriseninterventionsteam. Um in diesen Zeiten gehört zu werden und zudem um Spendengelder zu werben, bedarf es einer gut funktionierenden Öffentlichkeitsarbeit und dem dazugehörigen Fundraising. So war es uns möglich, die Menschen auf uns aufmerksam zu machen – damit wir weiter für die Familien da sein konnten und in Corona-Zeiten unser Angebot auch für Menschen zugänglich wurde, die sonst nicht von der Stiftung betreut werden, Stichwort RUF24 als psychosozialer Notruf für alle Bedürftigen und von der Krise Gebeutelten. Diese Erweiterung unseres Angebots sowie die Versorgung des Personals mit Schutzausrüstung, Einweisungen in Hygienemaßnahmen und das Aufsetzen von Hygienekonzepten hat im vergangenen Jahr zu Corona-Mehrkosten in Höhe von rund 168 Tsd. Euro geführt. Kosten, die es galt, zusätzlich zu kompensieren. 

Die umfassenden Angebote für die Familien zeigen sich in den Projekten und Bereichen, die in der Stiftung mittlerweile vorhanden sind. Hier haben die Familien die Möglichkeit, eine Rundumversorgung zu bekommen, quasi alles aus einer Hand. Als größter Bereich ist die Kinderhospizarbeit bzw. der familienbegleitende Kinderhospizdienst zu sehen (53%). Hier werden die meisten Familien bei uns in der Betreuung aufgeführt und auch der Anteil der ehrenamtlichen Helfer (genannt Familienbegleiter) ist hier am größten. Unsere Sozialmedizinische Nachsorge in mittlerweile vier Bunten Kreisen stellt mit 15% den zweitgrößten Bereich der Stiftung dar. Hier liegt der Fokus der Arbeit auf der Pflegeüberleitung und der Begleitung der Familien nach Hause, wenn sie aus der Klinik entlassen werden. Stetig steigend ist die Nachfrage nach den Angeboten unserer Angehörigenberatung, im vergangenen Jahr mit 10%. Begleitung bei Sozialgutachten oder die Beratung bei finanziellen Ansprüchen für die pflegenden Angehörigen stellen hier u.a. die tägliche Arbeit dar. Unser Kriseninterventionsdienst, der 10% der Ausgaben beansprucht, stellt mit seiner 365-tägigen Erreichbarkeit zu 24 Stunden am Tag eine Besonderheit in ganz Deutschland dar und betont die Einzigartigkeit der Stiftung. Zu jeder Tages- und Nachtzeit kann hier Kontakt aufgenommen werden, und eine Hilfestellung in telefonischer Beratung und ggf. bei Bedarf auch in persönlicher Form ist hier sichergestellt. Mit einem eignen Psychologenteam stellen wir in diesem Bereich im Rahmen der aufsuchenden, psychotherapeutischen Kurzinterventionen zudem sicher, dass psychologische Unterstützung für die Familien kurzfristig verfügbar sein kann, ohne monatelange Wartezeiten, wie derzeit bei Psychologen oft üblich.  7 % der Ausgaben gehen auf den letzten Teilbereich der Arbeit zurück, die teilhabeorientierte Nachsorge. Hier wird zum Beispiel bei Geschwistertagen oder Mütter-/ Väterstammtischen der Fokus vom Patienten auf den Rest der Familie gelenkt und Möglichkeiten des Austausches mit anderen geschaffen. In Zeiten von Corona gab es hier auch ein vielfältiges Onlineangebot für die Familien wie nachmittägliches und abendliches Vorlesen, Spiele, Turnen, Bastelnachmittage, Malen in der Gruppe, etc. Der Bereich Qualitätsmanagement, Pandemieplanung und Controlling mit 4% und der wirtschaftliche Bereich mit 1% sind unabdingbar, um die hohen Standards, die besonders unsere operativen Bereiche haben, finanziell abzusichern und stabil zu halten, damit unser Angebot auch in Zukunft erhalten bleibt.  

Zusammenfassend beliefen sich die Gesamtausgaben für das Jahr 2020 demnach auf rund 4,4 Mio.€. Setzt man dies nun in das Verhältnis zu den Rückerstattungen der Krankenkassen, wird deutlich, wie hoch weiterhin unsere Arbeit von Spendengeldern abhängig ist. Mit 22% Kompensation der Kosten durch die Kassen, bedeutet das konkret für die Stiftung ein Finanzierungdefizit von rund ¾ der angefallenen Kosten. Eine Verbesserung der öffentlichen Finanzierung, z.B. durch die Kassen, verfolgen wir stetig, arbeiten politisch daran und stehen in konkretem Austausch. Inwieweit sich die Abhängigkeit von Spenden in den nächsten Jahren verbessern lässt, bleibt abzuwarten. 

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Wo kommt das Geld her?

Im Jahr 2020 lagen die Einnahmen bei 4,4 Mio. Euro. Diese finanziellen Mittel sind extrem wichtig für unsere Arbeit, da wir mittels dieser Gelder die Versorgung der von uns betreuten Familien sicherstellen können. Denn gerade in einem Jahr wie 2020 war es wichtiger denn je, dass wir für die betroffenen Familien da sein und ihnen in dieser sonderbaren und doch auch sehr schweren Zeit beiseite stehen konnten.

Die Einnahmen setzten sich aus verschiedenen Quellen zusammen. So betrug der Zuschuss der Krankenkassen im vergangenen Jahr 946 Tsd. Euro (22%). Hierbei geht es um Rückerstattungen für bestimmte Leistungen z.B. aus dem Bereich der sozialmedizinischen Nachsorge, der Angehörigenberatung sowie der Kinderhospizarbeit. Den Löwenanteil der finanziellen Mittel der Stiftung stellen allerdings immer noch die Spenden (inkl. Sachspenden) dar, die sich aus den verschiedenen Zielgruppen (Stiftungen, Unternehmen, Privatpersonen, Schulen, Vereine, Service Clubs etc.) zusammensetzen. Mit knapp 3 Mio. Euro trägt dieser Bereich zu 68% zum Gesamtergebnis bei und stellt demnach eine sehr wichtige Säule in der Finanzierung unserer Arbeit dar. Auch im letzten Jahr haben uns einige Menschen über ihren Tod hinaus bedacht und so konnten Nachlässe (darunter fielen Erbschaften und Vermächtnisse) in Höhe von 131 Tsd. Euro verbucht werden. 

Die Bußgelder lagen in diesem Jahr bei 174 Tsd. Euro und demnach noch einmal etwas über dem Wert des Vorjahres (2019: 117 Tsd. Euro). Die kleinste Summe an Zuflüssen stellen die sonstigen Einnahmen mit 128 Tsd. Euro dar, die zum größten Teil Rückerstattungen sowie Gelder aus Verkäufen und Einlagen umfassen.

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