Staatsministerin Judith Gerlach besucht Haus ANNA Eichendorf

„Es ist beeindruckend zu sehen, mit wie viel Herzblut hier gearbeitet wird.“

Staatsministerin Judith Gerlach (CSU) zu Besuch im Kinderhospiz Haus ANNA Eichendorf der Stiftung AKM

In Eichendorf versorgt das Haus ANNA als erstes teilstationäres Kinderhospiz in Bayern seit der Eröffnung im September 2023 die Region Niederbayern. Haus ANNA Eichendorf fungiert dabei als Ort der Entlastung im Alltag für Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern und Jugendlichen. Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention unterstützt das teilstationäre Kinderhospiz in Niederbayern von Anfang an. Am 7. Juni 2024 ist die bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, Judith Gerlach (CSU), gekommen, um sich selbst von dem einzigartigen Konzept zu überzeugen.

Astrid Kantner (Leitung Verwaltung Haus ANNA Eichendorf) und Corinna Burkhard (Geschäftsführung Kinderhospiz & Junges Wohnen Haus ANNA gGmbH) führten die Staatsministerin durch die Räumlichkeiten. „Seit neun Monaten ist das Kinderhospiz unter der Trägerschaft der Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München (AKM) in Betrieb und kann bis zu acht Gäste gleichzeitig aufnehmen. Dabei ist neben der vollstationären Versorgung über mehrere Tage auch ein Wechsel zwischen Tages- und Nachtgästen im teilstationären Bereich umsetzbar, so dass an einem Tag bis zu 16 Gäste betreut werden können“, beschreibt Kantner die Kapazitäten des Hauses. Das Betreuungsangebot richtet sich an lebensverkürzend erkrankte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene und unterstützt mit seinem Angebot auch deren Familien und Angehörige.

Staatsministerin lobt Konzept Haus ANNA Eichendorf

Die bayerische Gesundheitsministerin stellte fest, „dass hier ein neues und konzeptionell gut durchdachtes Haus aufgestellt wurde, das sich sehr individuell um die betroffenen Kinder kümmert“. Hier würde nicht nur auf deren medizinische Situation, sondern auch auf das Menschliche und Seelische eingegangen, lobte sie. Gleichzeitig sei das Schöne, dass man die Familien und Geschwisterkinder bei dem Angebot nicht aus dem Blick verliere und deren Eltern auch mal einen „Augenblick des Verschnaufens“ gebe.

Dass dies nur mit ausreichend Personal gelingen kann, wird im Gespräch schnell klar. Die pädiatrischen Disziplinen, darunter auch die teilstationäre Kinderhospizarbeit, leiden ganz besonders unter dem enormen Personalmangel im medizinisch-pflegerisch-therapeutischen Setting. Zudem bedarf es einer Unterstützungshilfe der Pflegeschulen bei der Umsetzung der generalisierten Pflegeausbildung. Diese sollten einen umfassenderen Einstieg in das Berufsfeld erbringen, um das im Rahmencurriculum vorgesehene spezialisierte Fachwissen in der Pädiatrie auch im erforderlichen Umfang zu vermitteln.

Bedarfsforschung und Aufbau einer eigenen Akademie

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, baut die Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München (AKM) aktuell eine eigene Akademie auf, die Fachkräften aus den eigenen Reihen, aber auch aus anderen Organisationen dieses Wissen zur Ausführung der spezialisierten Versorgung in der Kinderhospizarbeit zurückgibt.

Darüber hinaus betreibt die Stiftung AKM gemeinsam mit der Technischen Universität München Bedarfsforschung im Bereich der teilstationären Kinderhospizarbeit. „Bereits vor Umsetzung des Projekts Haus ANNA wurden die Bedarfe erhoben, nun wird der Betrieb begleitevaluiert“, erklärt Burkhard der Ministerin.

Ministerin betitelt Haus ANNA als „goldwert“

Astrid Kantner erörterte mit der Ministerin obendrein die extreme Problematik der generellen Spendenabhängigkeit der Kinderhospizarbeit, die selbst bei Vollbelegung im stationären Bereich immer mindestens fünf Prozent der Betriebskosten betrage. Im ambulanten Bereich sind diese mit rund 70 Prozent Spendenabhängigkeit deutlich höher. Damit das Konzept Haus ANNA durchgeführt werden kann, kommen auf den Träger, die Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München (AKM) immense Kosten zu. Deshalb war der Austausch mit der Staatsministerin auch mit einem Appell verbunden, bei der finanziellen Unterstützung der Kinderhospizarbeit nicht nachzulassen und so dazu beizutragen, dass Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern die Unterstützung bekommen, die sie brauchen.

Diesen Appell unterstützt Judith Gerlach gerne. Sie könne sehen, „mit wie viel Herzblut das Team“ arbeite. Die Ministerin zeigte sich tief beeindruckt vom Konzept und der Atmosphäre des Hauses. Zum Abschied betitelte sie das Haus ANNA Eichendorf als „goldwert“.

Bilder: Stiftung AKM / StMGP

Gerlach in Haus ANNA
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David Holzmann