Eine vertrauensvolle und liebevolle Reise

Zwei Ehrenamtliche aus der Familienbegleitung erzählen von ihren Erfahrungen während der Schulung

Caro und Franzi nahmen ab September 2021 an unserer Schulung zur ehrenamtlichen Familienbegleitung in der Kinderhospizarbeit teil. An insgesamt 5 Wochenenden wurden sie auf ihre künftige Tätigkeit vorbereitet. Was sie dabei erlebten, erzählen sie in sehr persönlichen Worten.

„Im September 2021 hatte das Warten für einige von uns endlich ein Ende. Corona hat mal wieder, wie alles die letzten zwei Jahre, durcheinandergewirbelt. So standen einige von uns bereits vor dem Corona-Ausbruch in Deutschland auf einer Warteliste, um sich als ehrenamtliche ambulante Kinderhospizbegleiter*in ausbilden zu lassen. Über die intensive Reise, die wir als Gruppe in dieser Zeit erlebt haben, möchten wir hier erzählen.

Gestartet sind einige von uns mit der Vorstellung, ehrenamtlich zu unterstützen und zu begleiten. Tatsächlich haben wir uns während 5 Weiterbildungswochenenden intensiv mit unserer eigenen Sterblichkeit, dem Abwarten und Zuhören und dem System einer Familie mit erkrankten Kindern auseinandergesetzt sowie unterschiedliche Krankheitsbilder kennengelernt. Der Input war dabei immer auf uns und unser zukünftiges ehrenamtliches Handeln ausgerichtet. Die eigene Sterblichkeit und die Kommunikation damit und darüber dabei so in den Fokus zu stellen, hat uns in der Gruppe stark herausgefordert, nachhaltig geprägt und begleitet. Persönliche Geschichten fanden dabei auch immer ihren Platz.

Wir haben u.a. einen Bestatter besucht, der nicht nur speziell Kinderbestattungen gestaltet, sondern sich in diesen belastenden Situationen auch viel Zeit für die Familien nimmt, ihnen für die Trauer Zeit lässt und diese begleitet. Unser Erste-Hilfe-Wissen wurde aufgefrischt und wir erhielten rechtliche Informationen über unsere Tätigkeit als Ehrenamtliche und Hinweise zu Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen.

Bunter Mix, tolle Energie

Bereits während der Vorstellungsrunde bemerkten wir eine tolle Energie innerhalb der Gruppe. Die Gruppe war überraschend heterogen – für uns zumindest. Sowohl Alter, Geschlecht als auch Beruf und die Beweggründe, diese Form des Ehrenamts auszuüben, unterschieden sich. Vielleicht war genau das die richtige Mixtur für diese vertrauensvolle und liebevolle Reise.

Durch die großartige Betreuung und Anleitung durch Annette und Irmi wurde die Wertschätzung untereinander größer und größer. Wir freuten uns Monat für Monat aufeinander — und nicht nur der tollen Süßigkeiten – auch Seelenheil getauft – wegen. Wir haben gemalt, geredet, gelacht, geweint, uns gegenseitig bestärkt und unsere Kulturtasche der interkulturellen Kompetenzen gepackt.

Vielen Dank für das Vermitteln von Geborgenheit. Mit unserem Bauchgefühl und der fantastischen Vorbereitung bekommen wir das hin, besser noch: Wir werden viel Spaß haben.“

-Caro & Franzi

Wir sagen ganz lieben Dank für diese offenen und herzlichen Worte und bedanken uns bei allen Ehrenamtlichen für ihre wertvolle Unterstützung!

Im März startet wieder eine Schulung für ehrenamtliche Familienbegleiter*innen in Polling für den Raum Südwestoberbayern, im Herbst in Mühldorf und in München. Auch im Kriseninterventionsdienst RUF24 und in der Öffentlichkeitsarbeit freuen wir uns über ehrenamtliche Unterstützung. Ausführliche Informationen zu den Schulungen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier.

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